Ökumenische Sommerandacht

„Gott nahe zu sein ist mein Glück“ war das Motto der diesjährigen Ökumenischen Sommerandacht, die zu Corona-Zeiten das bis dato beliebte Ökumenische Sommerfest der beiden Frauenbünde in Floß ersetzte. Die Teste und Lieder, ausgewählt von Frau Riedel und Frau Schaller, kamen gut an. Danach gab es noch ein fröhliches Beisammensein im Biergarten „Gogerer“. Das Plaudern und Scherzen hat allen sehr gut getan, wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann!

Ein Kräuter-Nachmittag

Frau Forster ist vielen Mitgliedern als Märchenerzählerin bekannt. Sie hielt Märchentage in Johannistal und hat uns auch einmal ein Frauenfrühstück gestaltet, bei dem ihr unnachahmliches Talent uns alle begeistert hat. Sie erzählt eben nicht mur mit Worten, sondern „spielt“ die Geschichten.

Unter den vielen Referenten, die der Frauenbund anbietet, haben wir sie uns erneut herausgepickt, da sie auf der Liste als Kräuterpädagogin vorgestellt wurde. Alles was mit Kräutern zu tun hat, ist in Floß sowieso sehr gefragt, da ringsum auf unseren Wiesen manch gutes Kräutlein unerkannt und ungenutzt wächst und in vielen Gärten die Kräuterspirale Einzug gehalten hat. Was liegt näher, als bei gutem Wetter die Referentin in das Flosser Schmuckstück, den Kreislehrgarten einzuladen? Sie fand die Lokation auch gut und meinte: „Da kann ich auch meinen Hund mitbringen!“ Der Gustl kam also auch mit und schnuffelte gemütlich alles ab und ließ sich auch streicheln.

Sie brachte einen Strauß Kräuter mit und stellte uns einige Spezialitäten vor: Den Kleinen und den Großen Wiesenknopf beispielsweise. Die Blätter kann man trocknen und in Salat oder Aufstriche mischen. Die Wurzel dagegen kann für einen Liebeszauber genutzt werden, wenn man sie vorsichtig ausgräbt, trocknet und zu Pulver zerreibt und der anvisierten Person in feinen Prisen aufs Brot oder in anderen Speisen zukommen lässt. Aber Vorsicht, meinte Frau Forster. Es kann gut sein, dass man am Ziel seiner Wünsche vielleicht gar nicht so glücklich ist, wie man sich das vorgestellt hatte, und dann die Person nicht mehr so leicht los wird. Also gut überlegen, ob man wirklich….

Die Eberraute stellte sie ebenfalls vor, ein Kraut, das auch alle Speisen schmackhafter werden lässt und gut auch auf kleinen Balkonen in Töpfen gedeiht. Auf die Frage, was man gegen hohen Blutdruck nehmen könnte, meinte Frau Forster: Es ist wichtig, nach den Ursachen des hohen Blutdrucks zu fragen. Habe ich einen stressigen Alltag? Was genau stresst mich? Vielleicht fehlt nur ein Lebensrhythmus mit mehr Auszeiten für mich, und der Blutdruck normalisiert sich von selbst. Esse ich zu viel oder das Falsche? Schlafe ich zu wenig? Bevor man Tabletten oder Kräuter bemüht, sollte man sich diese Fragen stellen. Bei krankhaft hohem Blutdruck sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Die Gundelrebe oder Gundermann ist seit alter Zeit ein weißmagisches Kraut, dem nachgesagt wird, dass es Schwarzmagier/innen enttarnt, wenn man sich daraus ein Kränzchen windet, es aufsetzt und so in die Kirche geht. Wer also neugierig ist, kann das ausprobieren – das Kraut ist in vielen alten Hausgärten zu finden. Und auch im Quark sehr lecker. In Schokolade getaucht dekoriert es Kuchen und Torten. Die Schokolade erhält dann eine feiner bittere Note, und alles Bittere ist sehr gut die Verdauung!

Johanniskraut ist leicht zu erkennen, wächst auch gern an Wegrändern und enthält ein Öl. Johanniskrautblätter und -blüten gibt man in eine Flasche bis zu 2/3 voll und gießt mit gutem Olivenöl auf. Das Olivenöl färbt sich dabei schön rot (Rotöl) und kann bei Narben und Brandwunden äußerlich angewendet werden.

Beifuß kam auch zur Sprache, daraus ist ebenfalls ein öliger Auszug möglich. Und die Brennnessel ist ganz hoch zu schätzen: Ihre Samen, die „Nüsschen“, sind getrocknet eine besondere Spezialität auf die Salate. Unbedingt ausprobieren!

Grundsätzlich meinte die Referentin: Wer Kräuter sich selbst zieht, hat ein schönes Hobby, um seine Speisen originell zu würzen. Wer etwas Gesundes daraus herstellen möchte wie Deos, Tees oder Öle, sollte getrocknete Kräuter in der Apotheke kaufen, da sie dort „sauber“ sind, während Gepflücktes vom Wegrand vielleicht mit Tierkot, Düngemittel oder Herbiziden und Abgasen in Berührung gekommen ist.

Anschließend durften wir Frau Forsters selbstgebackenes Brot mit Kräuterquark probieren. Der Quark war wirklich sehr lecker und enthielt neben Zwiebel und Knoblauch Girsch, Brennnessel und Petersilie.

Da Fred Lehner, unser Reporter, in der Vorankündigung eine Überraschung versprochen hatte (es war an sich keine geplant gewesen), hatten sich Christina und Renate Bock noch zusammengesetzt und Tütchen mit einem Überraschungstee für jede Teilnehmerin gebastelt. Die durften wir mit nach Hause nehmen – wir waren 15 Teilnehmerinnen. Vielen Dank, Herr Lehner! Und natürlich auch Danke an unsere beiden fleißigen Vorsitzenden.

Und nicht zuletzt auch danke, Frau Forster, für’s Herkommen! Es war ein super schöner Nachmittag!

Denkwürdige Sitzung

Nachdem die letzte Sitzung im September vorigen Jahres war, wollten wir uns mal wieder von Angesicht zu Angesicht sehen. Zwar riss der Kontakt nicht ab, da ein reger Austausch auf WhatsApp möglich ist, aber dennoch war einiges zu besprechen, was zum Eintippen zu mühsam ist. Und so folgten wir gern Christinas Einladung an einem lauen Sommerabend. Damit wir keine Masken tragen mussten, hielten wir die Sitzung vor dem Pfarrheim ab mit genügend Abstand, wie die Fotos dokumentieren mögen!

Das Jahresprogramm wurde abgesteckt, die Jahreshauptversammlung für dieses Jahr terminiert. Die Termine Kräuterfrau, Sommerfest und Wandern wurden erwogen, vor allem das Sommerfest. Ob man stattdessen wieder eine Andacht anbietet und danach vielleicht eine öffentliche Gastronomie nutzt? An ein Büffet mit selbstgemachten Spezialitäten ist nicht zu denken! Das ist noch mit unseren evangelischen Schwestern zu besprechen. Auf alle Fälle wagen wir einen zaghaften Start. Und bedenken, was so groß am evangelischen Pfarrhaus auf dem Banner steht: „Nicht der Geist der Verzagtheit wurde uns gegeben…“.

Und ein Muttertagsgruß!

Viele haben sich über den Herzensgruß gefreut!

Im Marien-Monat sollen unsere Mitglieder auch einen Gruß bekommen, war das doch immer eine der Hoch-Zeiten der Frauenbundaktivitäten mit Maiandacht, Muttertag und Fronleichnam. Da letztes Jahr unsere kleine Haus-Maiandacht gut ankam, erweiterten wir diese mit etwas Lesestoff und zwei herzigen Schafmilchseifen. Das kleine Gebinde wurde an alle ausgefahren, der Vorstand durfte sich über positive Rückmeldungen freuen.

Die Inzidenz-Zahlen gehen nach unten, es sieht aus, als könnten wir nun im Herbst unsere Jahreshauptversammlung halten und vielleicht davor noch uns auf einigen Veranstaltungen sehen. Halten wir durch, es gibt ein Licht am Ende des Tunnels!

Ein Ostergruß

Palmsonntag 2021

Palmsonntag ohne Palmkätzchenzweige? Das wollten die Damen des Führungskreises und ein engagiertes Gemeindemitglied aus Plankenhammer nicht hinnehmen. So wurden in verschiedenen Homeoffices die kleinen dekorativen Stecker für den Herrgottswinkel gefertigt und in der Kirche ausgelegt. Sie fanden regen Zuspruch.

Und zum Osterfest sollten unsere Mitglieder auch wieder daran erinnert werden, dass der Frauenbund weiter für sie alle da sein möchte. Auf Anregung der Vorsitzenden Christina gab es ein kleines Paket mit einer Meditationsbroschüre, dem neuesten Frauenbund-Heft und Süßigkeiten für alle Mitglieder. Einige haben sich auch dafür telefonisch bedankt.

Wir hoffen auf das baldige Ende der Pandemie und damit auf das Ende aller Kontaktsperren und freuen uns auf das nächste Treffen.

Wussten Sie schon, dass am Dienstag, dem 22. Juni, eine Wanderung mit Kräuterpädagogin Edeltraud Forster geplant ist? Wir haben sie im Januar mutig angefragt, und sie sagte zu! Wenn gesetzlich nichts dagegen spricht, kommt Frau Forster für einen interessanten Nachmittag vorbei. Sie ist ja bei uns bestens bekannt als die Märchenerzählerin bei einem Frauenfrühstück vor einigen Jahren!

Ökumenischer Weltgebetstag der Frauen

Floß. (le) Ihre ökumenische Verbundenheit brachten am Freitag in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer die Frauenbünde der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden auch in diesem Jahr durch den gemeinsam gefeierten Weltgebetstag zum Ausdruck. Er stand unter dem Motto: „ Worauf bauen wir?“. Dieses Jahr ging die Reise in den Südpazifik auf die Insel Vanuatu. Die Gebete galten für die Ermächtigung von Frauen und gegen den Klimawandel. Das heißt auch: Spiritualität und Engagement für Gerechtigkeit sind eng miteinander verknüpft. Es werden Frauen und Mädchen unterstützt, damit sie ihre politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rechte durchsetzen können. Mit ihrem Gottesdienst wollen sie die Frauen aus Vanuatu ermutigen, das Leben auf den Worten Jesu aufzubauen, die der felsenfeste Grund für alles menschliches Handeln sein sollen. Denn nur das Haus, das aus festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus. Die erbetenen Spenden konnten in Tüten, die in beiden Kirchen ausgelegt waren, oder auch in den Opferstöcken abgegeben werden.

Unter Einhaltung der Corona-Auflagen hatten sich viele Frauen im katholischen Gotteshaus eingefunden. Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer trugen mit ihren Fürbitten, Gebeten und Segen zum Gelingen des Gottesdienstes bei. Vorsitzende Christina Schaller vom katholischen Frauenbund hatte mit Vorsitzenden Christa Riedel von der evangelischen Frauengemeinschaft, unterstützt von beiden Teams wieder beste Vorbereitungen mit dekorativer Gestaltung vor dem Altartisch für den Gebetstag getroffen. Die Andacht erfuhr mit der Übertragung auf Bibel TV eine besondere Aufwertung. Schade, dass es wegen der Corona-Pandemie nachher kein gemeinsames Treffen geben konnte. Die ökumenische Gemeinschaft wurde aber trotzdem durch diese Gemeinsamkeit im Gebet „ Verbinde uns in Liebe, Frieden und Freude“ gestärkt.

Bericht und Bilder: F. Lehner

Oktoberrosenkranz

Mit Sicherheitsabstand

Die Rosenkranzandacht in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer mit anschließender Dankfeier und Ehrungen im Pfarrheim am 11. Oktober war im Jahresprogramm des Katholischen Frauenbundes fest eingeplant. Doch auch hier machte die Corona-Pandemie es nicht möglich, sich anschließend im Pfarrheim St. Josef zu treffen. Vorsitzende Christina Schaller hatte mit ihrem Team entschieden, das feierliche Rosenkranzgebet in der Kirche abzuhalten um gemeinsam Gott nahe sein zu können. Und das geschah am vergangenen Sonntag. Eine Premiere feierte die Nachwuchsorganistin Felicia Krauß, die in Anwesenheit ihrer Lehrerin und Organistin Klara Bäumler durch ihre musikalische Begleitung der Lieder zur musikalischen Gestaltung der Gebetsstunde beitrug. Mit dem Eingangslied: „Gegrüßest seist du Königin, oh Maria“ hatte sie ihren ersten Auftritt gemeistert.

Für Vorsitzende Christina Schaller, sie sprach die Gebete und Fürbitten, war es eine besonders ehrenvolle Aufgabe den Mitgliedern, die der Frauengemeinschaft 10, 20, 30, 40 und 60 Jahre die Treue halten, Lob, Dank und Anerkennung zu sagen. Sie alle sind Vorbilder und geben Kraft, der Gemeinschaft weiterhin treu zur Seite zu stehen. Weil die Ehrung und Auszeichnung nicht wie gewohnt durchgeführt werden konnte, kündigte Christina Schaller an, dass das Führungsteam des Frauenbundes die Jubilarinnen persönlich besuchen und die Glückwünsche und Geschenke überbringen wird.

Vorsitzende C. Schaller bei den Ehrungen

Text und Bilder: Fred Lehner

Zum Vergleich: Links war Oktoberrosenkranz 2019, rechts 2020. Den Mittelstrich bitte mit der Maustaste verschieben!

Unterwegs mit Bibel und Rucksack

Unterwegs auf dem Findlingsweg mit Bibel und Rucksack!
Jedes Jahr ist das meditative Wandern ein fester Programmpunkt des FB Floß, heuer erstmals in der schönen Natur der Heimat auf dem Findlingsweg.
12 Frauen machten sich auf den Weg.
Das Motto der Wanderung hieß: „Finden“- was kann ich finden?
Beim ersten Halt am Schnepfenhofweiher waren die Frauen eingeladen, zur Ruhe zu finden.
Mit dem Lied: „Stille lass mich finden, Atem holen, ausruhen hier“ eröffneten sie ihr Gebet. Durch die Bibel sprach Gott den Frauen zu: Kommt mir mir an einen einsamen Ort, wo wir allein sind und ruht ein wenig aus.
Am Gollwitzerweiher, dem zweiten Halt, spürten die Frauen nach: Bin ich im Frieden mit mir? – Wie kann ich Frieden finden?
Am Eingang zum Doost war der nächster Halt. Eine Geschichte war der Einstieg: Zwei Mönche auf der Suche nach dem Reich Gottes erfahren, dass das Reich Gottes an dem Ort beginnt, den Gott uns auf dieser Welt zuweist.
Auch in der Bibel lesen wir: Das Reich Gottes ist mitten unter euch.
„Orientierung finden“ lautete die nächste Station. Gottes Wort hilft uns, uns im Leben zurecht zu finden. Woran wir uns orientieren können, schreibt der Apostel Paulus an die Phillipper. Abgeschlossen wurde die Station mit dem Kanon: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht!
„Sich von Gott finden lassen“ waren die Gedanken der letzten Station in Ritzlersreuth. Gott sucht den Menschen, weil er ihn liebt. Dies spricht er uns in der Bibelstelle Jesaja zu: Weil du so wertvoll bist in meinen Augen – kostbar und einmalig- sollst du auch herrlich sein.
Gott hat uns wunderbar geschaffen und deshalb dürfen wir uns wertvoll finden. Mit einem gemeinsamen Gebet und einem Segenslied endete die Wanderung. Besonders dankbar waren die Frauen auch über das spätsommerliche Wetter. Wieder ein besonderer Tag in wunderbarer Landschaft, fanden die Teilnehmerinnen.

Christinas Tag

Die letzte gemeinsame Aktivität vor der Sommerpause ist meist der Ausflug des Leitungsteams. Er hat als „Dankeschön“ an unsere Vorsitzende Christina begonnen, die immer viel Zeit und Kraft in den Frauenbund investiert. Es stellte sich heraus, dass so ein Tag dem gesamten Team gut tut, da man sich sonst immer trifft, um etwas auszuarbeiten, zu entscheiden und ein Gläschen Prosecco zu zischen. An einem Christina-Tag lassen wir uns alle mal treiben, gehen lecker essen und genehmigen uns ein Bier. Man muss sich auch was gönnen können.

Diesmal blieben wir in der Heimatgemeinde. Unsere 2. Vorsitzende Renate hat einen Besuch im Heimatmuseum und in der Synagoge mit Führungen organisiert und anschließend ging es noch ins „Flosser Brauhaus“.

Und dies schrieb Herr Fred Lehner dazu (das Bild hat er auch aufgenommen):

In der Synagoge.

Floß. (le) Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt. Ging es früher auf Reisen, so zwang die Corona-Pandemie die Vorstandschaft des Katholischen Frauenbundes zum Undenken. Was lag näher, als sich in der Heimatgemeinde umzusehen. Sich mit den Kulturstätten von denen man weiß, aber bisher sich nicht so ernsthaft damit befasste, in Augenschein zu nehmen, fand man höchst interessant.

2. Vorsitzende Renate Bock hatte eine glänzende Idee, als Jahresgeschenk an 1. Vorsitzende Christina Schaller eine Exkursion im Markt zu wählen, einen Blick in das Flosser Heimatmuseum zu werfen und sich von kompetenter Seite unterrichten und führen zu lassen. Mit Leiterin Karin Pausch war das möglich. Eine wirkliche Erfüllung, dazu viel Sehens-und Wissenswertes das mit nach Hause genommen werden konnte. Erstaunlich, was das Heimatmuseum alles bietet. Kindheitserinnerungen wurden während der Besichtigung wach gerufen und erzählt, so dass die festgesetzte Besuchszeit längst nicht ausreichte.

Die zweite Station war nicht minder interessant, zumal sich einer der letzten Zeitzeugen, Bürgermeister a. D. Fred Lehner, bereit fand, für die Bürgerinnen des Marktes die über 336-jährige jüdische Geschichte im Rahmen einer Führung in der Synagoge wach zu rufen. Erzählungen, die erstaunten und beeindruckten zugleich, zumal die Frauen erstmals über so viele Fakten, Daten, Ereignisse und Geschehnisse erfuhren. Eine Exkursion, die von allen Teilnehmerinnen dankbar und freudig mitgemacht wurde und für die beschenkte Vorsitzende eine wahre Erfüllung bedeutete. Jedenfalls war es die 1072-jährige Flosser Heimatgeschichte wert, sich aus erster Hand informieren zu lassen.

Vielen Dank, Herr Lehner!

Ökumenische Abendandacht


Einzug

Diesen Bericht verfasst Herr Fred Lehner für den „Neuen Tag“. Er stellt ihn uns freundlicherweise zur Verfügung.

Floß. (le) Die gelebte Ökumene steht für die katholische Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer und für die evangelische Gemeinde St. Johannes Baptista nicht nur auf dem Papier, sie wird aktiv betrieben und vollzogen. Was vor allem die Frauengemeinschaften der beiden Religionsgemeinschaften seit Jahren gesät haben, wächst auf fruchtbaren Boden und findet weiter durch Aufgeschlossenheit und Miteinander Nahrung. Veranstaltungen in der Faschingszeit, bei den Weltgebetstagen oder bei den jährlichen Sommernachtsfesten widerspiegelten die bisherigen Gemeinsamkeiten.
Die immer noch bestehende Corona-Pandemie machte dem gemeinsamen Weltgebetstag und dem Sommerfest einen Strich durch die Rechnung. Doch jetzt ist es wieder möglich, sich gemeinsam treffen zu können. Und diese Chance ließen sich die Frauenbünde nicht nehmen. Dass sich dabei die beiden Ortsgeistlichen, Pfarrer Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer, mit einbinden lassen und die ökumenische Arbeit kräftig unterstützen, wissen die Frauenbünde um die beiden Vorsitzenden Christina Schaller und Christa Riedel besonders zu schätzen.
Eine Premiere gab es am Mittwoch als die Frauenbünde als Ersatz für das Sommerfest in der katholischen Pfarrkirche zu einem ökumenischen Abendgottesdienst einluden. Er stand unter dem Motto: „ Kraftquelle – Der Herr ist meines Lebens Kraft „. Nach dem Eingangslied „ Kommt herbei, singt dem Herrn “ richtete Pfarrer Max Früchtl herzliche Willkommens- und Dankesgrüße an die beiden Frauengemeinschaften. Dazu sprach er ein Gebet. Das Gedenken an Maria Magdalena stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Christa Riedel und Christina Schaller stellten die Heilige, die aus der Kraftquelle Gottes schöpfte, mit ihren Lebensstationen vor. Gemeinsam wurde der Psalm 27 gebetet, während Pfarrer Früchtl das Evangelium nach Markus, 16, 1-7, vortrug. Auslegung, Verkündigung und Predigt übernahm Pfarrer Wilfried Römischer. Dem folgte das Lied: „ Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt“. Glaubensbekenntnis, Verteilung der Postkarten mit dem Text: „ Bei dir ist die Quelle des Lebens“, Fürbitten, Vater unser und Segen durch die beiden Ortsgeistlichen rundeten mit dem Lied: „ Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“ den eindrucksvollen Abendgottesdienst ab. Die eingegangene Kollekte wurde vereinbarungsgemäß für die Kraftquelle St. Nikolauskirche gespendet.

Erstmals fand als Ersatz für das ausgefallene Sommerfest ein ökumenischer Abendgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer statt. Von links: Christa Riedel, Pfarrer Max Früchtl, Pfarrer Wilfried Römischer und Christina Schaller.
Bild: le

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