Christinas Tag

Die letzte gemeinsame Aktivität vor der Sommerpause ist meist der Ausflug des Leitungsteams. Er hat als „Dankeschön“ an unsere Vorsitzende Christina begonnen, die immer viel Zeit und Kraft in den Frauenbund investiert. Es stellte sich heraus, dass so ein Tag dem gesamten Team gut tut, da man sich sonst immer trifft, um etwas auszuarbeiten, zu entscheiden und ein Gläschen Prosecco zu zischen. An einem Christina-Tag lassen wir uns alle mal treiben, gehen lecker essen und genehmigen uns ein Bier. Man muss sich auch was gönnen können.

Diesmal blieben wir in der Heimatgemeinde. Unsere 2. Vorsitzende Renate hat einen Besuch im Heimatmuseum und in der Synagoge mit Führungen organisiert und anschließend ging es noch ins „Flosser Brauhaus“.

Und dies schrieb Herr Fred Lehner dazu (das Bild hat er auch aufgenommen):

In der Synagoge.

Floß. (le) Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt. Ging es früher auf Reisen, so zwang die Corona-Pandemie die Vorstandschaft des Katholischen Frauenbundes zum Undenken. Was lag näher, als sich in der Heimatgemeinde umzusehen. Sich mit den Kulturstätten von denen man weiß, aber bisher sich nicht so ernsthaft damit befasste, in Augenschein zu nehmen, fand man höchst interessant.

2. Vorsitzende Renate Bock hatte eine glänzende Idee, als Jahresgeschenk an 1. Vorsitzende Christina Schaller eine Exkursion im Markt zu wählen, einen Blick in das Flosser Heimatmuseum zu werfen und sich von kompetenter Seite unterrichten und führen zu lassen. Mit Leiterin Karin Pausch war das möglich. Eine wirkliche Erfüllung, dazu viel Sehens-und Wissenswertes das mit nach Hause genommen werden konnte. Erstaunlich, was das Heimatmuseum alles bietet. Kindheitserinnerungen wurden während der Besichtigung wach gerufen und erzählt, so dass die festgesetzte Besuchszeit längst nicht ausreichte.

Die zweite Station war nicht minder interessant, zumal sich einer der letzten Zeitzeugen, Bürgermeister a. D. Fred Lehner, bereit fand, für die Bürgerinnen des Marktes die über 336-jährige jüdische Geschichte im Rahmen einer Führung in der Synagoge wach zu rufen. Erzählungen, die erstaunten und beeindruckten zugleich, zumal die Frauen erstmals über so viele Fakten, Daten, Ereignisse und Geschehnisse erfuhren. Eine Exkursion, die von allen Teilnehmerinnen dankbar und freudig mitgemacht wurde und für die beschenkte Vorsitzende eine wahre Erfüllung bedeutete. Jedenfalls war es die 1072-jährige Flosser Heimatgeschichte wert, sich aus erster Hand informieren zu lassen.

Vielen Dank, Herr Lehner!

Ökumenische Abendandacht


Einzug

Diesen Bericht verfasst Herr Fred Lehner für den „Neuen Tag“. Er stellt ihn uns freundlicherweise zur Verfügung.

Floß. (le) Die gelebte Ökumene steht für die katholische Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer und für die evangelische Gemeinde St. Johannes Baptista nicht nur auf dem Papier, sie wird aktiv betrieben und vollzogen. Was vor allem die Frauengemeinschaften der beiden Religionsgemeinschaften seit Jahren gesät haben, wächst auf fruchtbaren Boden und findet weiter durch Aufgeschlossenheit und Miteinander Nahrung. Veranstaltungen in der Faschingszeit, bei den Weltgebetstagen oder bei den jährlichen Sommernachtsfesten widerspiegelten die bisherigen Gemeinsamkeiten.
Die immer noch bestehende Corona-Pandemie machte dem gemeinsamen Weltgebetstag und dem Sommerfest einen Strich durch die Rechnung. Doch jetzt ist es wieder möglich, sich gemeinsam treffen zu können. Und diese Chance ließen sich die Frauenbünde nicht nehmen. Dass sich dabei die beiden Ortsgeistlichen, Pfarrer Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer, mit einbinden lassen und die ökumenische Arbeit kräftig unterstützen, wissen die Frauenbünde um die beiden Vorsitzenden Christina Schaller und Christa Riedel besonders zu schätzen.
Eine Premiere gab es am Mittwoch als die Frauenbünde als Ersatz für das Sommerfest in der katholischen Pfarrkirche zu einem ökumenischen Abendgottesdienst einluden. Er stand unter dem Motto: „ Kraftquelle – Der Herr ist meines Lebens Kraft „. Nach dem Eingangslied „ Kommt herbei, singt dem Herrn “ richtete Pfarrer Max Früchtl herzliche Willkommens- und Dankesgrüße an die beiden Frauengemeinschaften. Dazu sprach er ein Gebet. Das Gedenken an Maria Magdalena stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Christa Riedel und Christina Schaller stellten die Heilige, die aus der Kraftquelle Gottes schöpfte, mit ihren Lebensstationen vor. Gemeinsam wurde der Psalm 27 gebetet, während Pfarrer Früchtl das Evangelium nach Markus, 16, 1-7, vortrug. Auslegung, Verkündigung und Predigt übernahm Pfarrer Wilfried Römischer. Dem folgte das Lied: „ Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt“. Glaubensbekenntnis, Verteilung der Postkarten mit dem Text: „ Bei dir ist die Quelle des Lebens“, Fürbitten, Vater unser und Segen durch die beiden Ortsgeistlichen rundeten mit dem Lied: „ Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“ den eindrucksvollen Abendgottesdienst ab. Die eingegangene Kollekte wurde vereinbarungsgemäß für die Kraftquelle St. Nikolauskirche gespendet.

Erstmals fand als Ersatz für das ausgefallene Sommerfest ein ökumenischer Abendgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer statt. Von links: Christa Riedel, Pfarrer Max Früchtl, Pfarrer Wilfried Römischer und Christina Schaller.
Bild: le

In der Pause keine Pause

Fronleichnam 2020

Veröffentlicht am 11. Juni 2020 von Claudia Sperlich

Wir werden auch diesmal
das Tantum ergo singen,
und feiern die Gegenwart des Herrn.

Wir werden auch diesmal
den Leib des Herrn empfangen
und in uns aufnehmen: Lebensbrot.

Wir dürfen Ihn diesmal
nicht durch die Straßen tragen
mit Blumen, Fahnen, Spiel und Gesang.

Ich will Ihn immer
in meinem Herzen tragen
und zu den Menschen tragen mein Herz.

Seid Baldachine
und Chöre und Kapellen,
schaut froh und festlich auf diese Welt!

Wir Christusträger
können vor allen Menschen
strahlen vor Freude und Seligkeit.

Wir Christusträger
zeigen die frohe Lehre
durch unsre Freude der ganzen Welt.

@ Claudia Sperlich https://tredition.de/autoren/claudia-sperlich-14209/
https://katholischlogisch.blog

Am letzten Juni-Abend war es soweit: Nach langer Pause kam euer Leitungsteam wieder zu einer Sitzung zusammen, nicht so nah wie sonst und auf der Terrasse. Wir dürfen uns wieder von Angesicht zu Angesicht sehen. Das war eine richtige Freude!
Natürlich waren wir in der langen Sitzungspause (drei Monate!) nicht untätig. Über WhatsApp konnten wir uns unkompliziert austauschen und so manche Aktion starten.
So haben unsere Mitglieder einen Brief zum Osterfest bekommen und eine Muttertags-Überraschung (das Deko-Herz). Wir wurden beim Einkaufen darauf angesprochen und auch angerufen mit durchweg freundlichen bis dankbaren Reaktionen. Es haben sich offenbar viele gefreut, in dieser ungewöhnlichen „staaden Zeit“ etwas von ihrem Frauenbund zu lesen.
Und es gab einen Einladungsbrief an viele Frauen in Floß, die noch nicht Mitglieder des Frauenbundes sind. Vielleicht nimmt die eine oder andere dies zum Anlass, bei uns mitzumachen. Das wäre schön! Eine Dame hat sich schon gemeldet.
An dieser Stelle geht auch ein Dankeschön an Pfr. Römischer. Seine Samstag-Abend-Predigt-Videos zur Fastenzeit aus der Sakristei wurden in WhatsApp auch von Katholiken dankbar angenommen und vielfach geteilt.
Ansonsten mag ich zwar nicht listen, was nicht stattgefunden hat, aber tue es der Vollständigkeit halber:
Der Besuch im Hospiz Neustadt mit Spendenübergabe. Wir werden das Hospiz noch kontaktieren und einfach fragen, in welchem gewünschten Rahmen die Spende übergeben werden soll.
– Natürlich das Palmbuschenbinden.
Das Muttertagsfrühstück mit Regina Frischholz und die Übergabe der Spende an den Kindergarten. Letzteres wird bei anderer Gelegenheit stattfinden. Das Muttertagsfrühstück ist vielleicht im nächsten Jahr auf dem Plan? Wer weiß.
Fronleichnam. Tja, dieses Jahr kein Blumensammeln, kein Zupfen, Sortieren, Kaffeetrinken und Motiv-Teppich-Legen. Es gab zwar wunderhübsche Blüten überall, aber keine Prozession, und das Wetter war zu bescheiden, um wenigstens einen kleinen Teppich vor das Kirchenportal zu legen.
– Ausgefallen ist auch das Patrozin, daher auch kein „Dom-Café“.
– Ausfallen wird das Bürgerfest, also gibt es auch keinen Kuchenstand dort und leider keine tschechische Polka.

Bevor wir jetzt alle traurig werden, habe ich etwas Schönes für uns gefunden: Das Gedicht am Beginn dieses Beitrags. Es stammt aus einem Blog einer Berliner Dame, in dem ich sehr gerne lese. Ich bedanke mich sehr, dass ich das übernehmen durfte. Sie schrieb in der Antwort-Mail:

Liebe Frau Kühner,

vielen Dank für diese Anfrage. Ich habe erst ein bißchen geguckt, was dieser Frauenbund Floß eigentlich ist und tut – und das gefällt mir! Daß Sie das Rosenkranzgebet und katholisches Brauchtum pflegen, finde ich sehr schön. Und daß Sie mein Gedicht und mein Blog mögen, freut mich sehr! Gern können Sie mein Gedicht zu Fronleichnam auf Ihrer Seite veröffentlichen.

Danke sehr, Frau Sperlich!

Allen Lesern hier alles Gute und auf ein baldiges WiederSEHEN!